Poetische Szene passend zum Gedicht Schweigen von Annegret Kronenberg

Schweigen

Schweigen

Herr, ich weiß nicht ein noch aus;

und Du schweigst.

Ich zerbreche unter der Last,

die auf meinen Schultern ruht;

und Du schweigst.

Die Ungerechtigkeit in der Welt

schreit zum Himmel;

und Du schweigst.

 

Es ist leicht zu beten,

wenn es einem gut geht.

Aber in der Verzweiflung und Not

Dein Schweigen zu ertragen,

ist wie Hohn.

Dann aber, unter dem Kreuz,

wird das Unmögliche möglich.


Annegret Kronenberg · 2011
Kategorie: Gesellschaft
Stimmung: Trauer, Einsamkeit, Hoffnung
Gedicht drucken·Link kopieren
← SCHULDSCHÖNE KINDHEIT →