In einer lauen Frühlingsnacht
erlagen zwei Herzen der Liebesmacht.
„ Mio Amore, Mio Amor“,
flüstert die Biene der Raupe ins Ohr.
Ja, küss’ mich nur, du kesse Biene
und summ’ ein Lied zur Mandoline,
dann schenk ich dir, was ich empfing
und werd’ für dich ein Schmetterling.
Wir könnten wie Verliebte plauschen,
am Blütennektar uns berauschen,
uns lustvoll in die Lüfte schwingen
und froh das Lied des Sommers singen.
Gern würd'’ ich dich küssen, mein Augenstern,
doch hab’ ich dich auch als Falter noch gern?
Dein Haarkleid passt so gut zu meinem,
bin ganz verrückt nach deinen Beinen,
aber dich als Schmetterling,
ist, glaube ich, nicht ganz mein Ding.
Und die Moral von der Geschicht:
„Was du nicht kennst, das küsse nicht.“