Ganz heimlich schleicht ein Leiden
sich in das Leben ein.
Vergessen sind die Freuden,
fühlst nur noch Angst und Pein.
Mit and'ren Augen siehst du
die Zukunft, wenn's sie gibt.
Mit an'dren Werten misst du
den Menschen, der dich liebt.
Hast vorher du vergessen,
dass droben jemand wacht,
der dir schenkt unermessen
die Kraft für bitt're Nacht,
dann lerne wieder beten,
und du kannst voll Vertrau'n
aus deine Ohnmacht treten
und Gottes Gnade schau'n.
Die Gnade Gottes zeigt dir,
dass es zu spät nie ist
und du in seiner Hand hier
stets aufgehoben bist.
Nur er ist's, der dir Trost schenkt
in deiner schwersten Zeit;
nur er, der deinen Schritt lenkt
zur lichten Seligkeit.