Poetische Szene passend zum Gedicht Gestohlener Vater von Annegret Kronenberg

Gestohlener Vater

Gestohlener Vater

Du nahmst es mit,
das Herz, das mich lieben wollte,
die Hände, die mich schützen wollten,
die Arme, die mich umschlingen wollten,
die Augen, die mich anschauen wollten,
die Stimme, die mich rufen wollte,
die Gedanken, die mich führen wollten.
Nichts kam zurück!
Ein Opfer für das Vaterland!
Oh, Land, du hast meine Sonne
untergehen lassen.
Du hast mir meinen Vater gestohlen.
Nicht einmal ein Grab gab man ihm.
          - Keine Erinnerung -
Immer hat mir ein Teil vom Ganzen gefehlt.
Niemand und gar nichts
konnte ihn mir je ersetzen.

Annegret Kronenberg · 2009
Kategorie: Trauer & Abschied
Stimmung: Trauer, Sehnsucht, Einsamkeit
Gedicht drucken·Link kopieren
← GESANG DER TELEGRAFENMASTENGevatter Tod →