Komm, Gevatter Tod,
ich bin für dich bereit.
Meine Seele leidet Not,
mein Herze ist entzweit.
Kein Mensch kann mich verstehen,
ich hab' nur falsch gelebt.
Und was ich auch gegeben,
vor niemandem besteht.
Ich war zu dumm zu leben,
für mich hat nichts mehr Sinn.
Hab' stets zuviel gegeben,
nun bin ich auf und hin.
Hol mich, Gevatter Tod,
hol mich in Gottes Namen.
Nur er kennt meine Not
und spricht das große "Amen".
Nimm mich, Gevatter Tod,
und reich mir deine Hand.
Mir ist so kalt, es dunkelt schon,
sehn' mich nach deinem Land.
In deinem Reiche wird der Herr
sich bald mit mir versöhnen
und meine Augen, müd' und schwer,
an seinen Glanz gewöhnen.
Er bettet mich in seinem Schoß,
wischt alle Tränen fort.
Die Freuden werden übergroß
an seinem heil'gen Ort.